Über mich
Ich bin der Coach,
den ich damals
gebraucht hätte.
Vom Powerlifter zum Ultraläufer
Ende 2023 bin ich das erste Mal ernsthaft gelaufen. Vorher war ich Powerlifter, und der Übergang war roh. Meinen ersten Marathon habe ich bei Kilometer 27 abgebrochen. Kein Fueling-Plan, kein System. Ich dachte, die Fitness reicht. Sie hat nicht gereicht.
Hamburg, April 2024
Vier Monate später: Hamburg Marathon, unter vier Stunden. Das erste lange Rennen, das ich wirklich gefinisht habe. Ich hatte verstanden, was beim ersten Versuch gefehlt hatte, und diesmal hat es funktioniert. Nicht perfekt, aber ankommen.
O See Ultratrail, Oktober 2024
Der erste Ultra! 65 Kilometer. Ich bin angekommen, aber nicht so, wie ich wollte: Statt der geplanten sieben Stunden knapp neun. Das Fueling hat gestimmt, das Pacing nicht. Ich habe zu früh zu viel gegeben, und die zweite Hälfte war eine Überlebensfrage. Trotzdem: Ziel erreicht, erster Ultra-Finish.
Innsbruck Alpine, Mai 2025
110 Kilometer, 22 Stunden. Das Rennen, das sich am tiefsten eingebrannt hat. Bei Kilometer 85 habe ich mir gewünscht, dass das Gewitter, das sich am Horizont aufbaute, stärker werden würde. Nicht wegen der Abkühlung. Ich habe mir gewünscht, das Rennen wird abgebrochen, damit ich nicht selbst abbrechen muss. Das ist ein sehr spezifisches Gefühl.
Ich habe aber nicht abgebrochen. Nach 22 Stunden war ich im Ziel. Aber dieser Moment bei Kilometer 85 hat sich trotzdem eingebrannt.
Südthüringentrail, September 2025
Mein erster Ultra-DNF. Nach zwei Finishes hatte ich geglaubt, ich hätte die wichtigsten Lücken geschlossen. Dann hat das System an einer Stelle gerissen, die ich nicht ausreichend adressiert hatte. Das hat mich gezwungen, ehrlicher hinzuschauen: nicht nur auf die Rennen, die gut liefen, sondern auf das, was immer noch fehlte.
Psychologie als Wettkampf-Werkzeug
Nach jedem dieser Momente habe ich das Gleiche gemacht: gelesen, gelernt, verstanden. Ich habe mein Psychologiestudium, das ich Bachelor und Master als Jahrgangsbester abgeschlossen habe, aus einem neuen Blickwinkel betrachtet. Nicht als akademisches Wissen, sondern als Werkzeugkasten für den Wettkampf. Was passiert im Kopf, wenn der Körper aufhören will? Wie treffe ich Entscheidungen unter Erschöpfung? Warum brechen ausgerechnet die Athleten ein, die am härtesten trainiert haben?
Die Antworten kommen nicht aus einem Bereich. Sie kommen aus der Verbindung: ein Trainingsplan, der auf das Rennen zugeschnitten ist. Ein Fueling-Setup, das vorher getestet wurde. Ein Pacing-Plan, der Entscheidungen unter Adrenalin überflüssig macht. Und konkrete mentale Werkzeuge für den Moment, wenn alles davon trotzdem ins Wanken gerät.
Das ist das System, das ich gesucht und nie wirklich gefunden hatte. Und das ist Peakbound.